Geschichte ab 1945
Ende 1945 und Anfang 1946 hielten die Neukolonisten in den Häusern unserer Gemeinde ihren Einzug. Sie kamen aus Bosnien, der Region um Bosanski Petrovac und dem Kozara-Gebirge. Diesen vorhergehenden Bergbewohnern war hier in der pannonischen Tiefebene vieles unbekannt. Sie fanden schöne Wohnhäuser mit ungewohnten Fassaden, mit Zimmern und Küche, Wirtschaftsgebäude und Wirtschaftsräumen, ausgestattet mit Möbeln, allen notwendigen Werkzeugen und wirtschaftlichen Geräten, mit vielen Nahrungsmitteln für Menschen und Tiere, und vor allem fruchtbaren Grund und Boden vor. Nur schwer konnten sie sich in diese neuen Verhältnisse einfinden. Manche von ihnen konnten weder lesen noch schreiben. Viele von ihnen kamen fast ohne Gepäck. Sie erhielten, was den Schwaben durch Enteignung weggenommen worden war: Küchengeräte, Bettzeug, Kleider, Pferde, Kühe, Jungschweine, Maschinen usw. usw. usw. Ein Tscheber schrieb einmal treffend in einem Heimatbrief: "Sie kamen überall aufs Fertige". Der bisherige Ortsname Tscheb wurde bald von der Landkarte gestrichen und 1945 durch den neuen Ortsnamen "Celarevo" (nach einem serbischen Freiheitskämpfer benannt) ersetzt - wenn auch gegen den Widerstand der einheimischen Serben und Slowaken. Nicht einmal mehr der Name sollte an die Vergangenheit dieses deutschen schönen Ortes und seiner Bewohner erinnern. Damit hat das alte Tscheb, unser Tscheb, aufgehört zu bestehen. Doch es existiert nach wie vor in den Herzen der noch lebenden Tscheber Menschen in aller Welt und in den Persönlichkeiten, die es hervorgebracht hat. In Celarevo leben nun - im Jahre 2007 - noch etwa eine Hand voll Deutsche.
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