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Bilder Tscheb - Reise in die alte Heimat 2009
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Download Heimatbrief 2009
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From Ulm to Tscheb - 21 to 27 September 2009
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Reise von Ulm nach Tscheb vom 21.-27. September 2009 - aus der Sicht eines Tscheber Nachkömmlings
Reise von Ulm nach Tscheb - 21. bis 27. September 2009 von Andrea Reibl, Berlin (Tochter von Andreas Reibl und Enkelin von Andreas Reibl sen. (Ba...
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Bilder vom Tscheber Treffen 2009
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Fluchtgeschichte von Prof. Matthias Hubert
Viele Leute haben in der etwa 250jährigen Geschichte unsere Dorfes Tscheb verlassen: Gesellen, Dienstmädchen, Arbeiter, Handwerker, Rekruten, Studente...
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Tscheber Anekdoten

"In schönen Erinnerungen lächelt die Vergangenheit zurück".
(Irmgard Erath)


Aus dem Tscheber 35. Heimatbrief/Dezember 2006

(eingesandt von Frau Maria Kis, Celarevo)


Witz oder Wahrheit?

Ein Kantor (nicht in Tscheb) soll mal zu Wendelin gesungen haben: "O heiliger Wendelin, Du Viehpatron, nimm uns für Deine Kinder an!"


Brautschau in Tscheb

Es war einmal ein schüchterner Bauernsohn in unserem Ort, welcher auf Brautschau gehen sollte. Er fragte seinen Vater, was er da wohl sagen solle? Vater antwortete: "Da es Abend sein wird und dann gewöhnlich die Schuhe geputzt werden, sagst halt diesbezüglich etwas". Na gut. Der Bursche trat ein, die Familie saß beim Nachtmahl. "Gudi Nowet (grüßte er), erinnerte sich an Vaters Worte und sagte: "Dun ner wixe?" (Tun Sie die Schuhe putzen/wixen?) "Joh, ums Maul rum" war die Antwort.

Dies habe ich noch als Kind erzählen gehört - soll wahr gewesen sein.


Kirchweihgast

Wie ich schon mal sagte, mein Vater hatte viel Humor. So war mal
eine Freundin
"Kirchweihgast" bei uns. Vater nötigte sie: "Essen Sie doch! Nehmen Sie wie zu Hause, nur etwas weniger"!


Als meine Eltern GOLDENE HOCHZEIT feierten, hatten wir liebe Gäste aus Voprovac. Es war Käthe Hinger und meine zukünftige Schwägerin Gizi. Beide kamen, damit sie das Fest in der Kirche an Orgel und Gesang feierlich gestalten.

Es folgten Regentage. Eine Frau traf meinen Vater (eine Nénike - kommt aus dem Ungarischen und bedeutet so viel wie Bäsl) und fragte: "Na, sind die Gäste fort Hamanbatschi?" Vater gab zur Antwort: "Ach nein! Ich geh jeden Abend in den Hof und sage Herrgott, hast Du noch keine Gäste gehabt?" Die Gäste waren nämlich mit dem Fahrrad gekommen. So verkehrten wir damals: Mit dem Rad zur Eisenbahn, das Rad auf den Zug, bei der Endstation herunter und bis Tscheb 10 - 12 km - mit dem Fahrrad.

Wegen des Regens konnten die Gäste ja nicht heimfahren. Aber wir hatten sie sehr gerne zu Gast.


Auch vom "größten Tscheber" eine kurze Geschichte

Als Dr. Jakob Bleyer noch ein Knirpsle war, gab es sehr viele Zwiebeln. Da meinte die Mutter: "Man könnte verkaufen, aber wer geht damit auf den Wochenmarkt?" Da meldete sich das Söhnlein: "Ich geh! Nun, der Preis? Mutter sagte: "Verlangscht halt 2 Dinar" (es waren damals keine Dinar, aber ich weiß nicht welches Geld bei uns war). Gut. Er ging. Als der erste Kunde fragte: "Was koschte die Zwiefl?" antwortete Jakob: "Ha, 2 Dinar, wenn Ihr nett welle, noh 1 Dinar".


"Neiji Modi"

In unserem Dorf war jeden Sonntag Tanz in den Gasthäusern. Alte Frauen gingen sehr gerne zuschauen. Von einem Lokal auch ins andere. Da kam so eine "Zuschauerin" in den Saal und hatte den Oberrock umgekehrt angezogen. Einige Frauen riefen ihr zu: "Pewibäsl, Ihr hen eier Rock verkehrt oh!" Sie schaute an sich hinunter und sagte: "Hot do niemand den Rock verkehrt oh? Im annere Wertshaus hen alli so den Rock. Jetzt trackt mer des so!" sagte Pewibäsl schlagfertig.



Aus dem 1. Tscheber Heimatbrief/Dezember 1972
(Auszug aud der Festansprache von Prof. Matthias Hubert, Berlin, beim 1. Tscheber Heimattreffen am 21. Mai 1972 in Reutlingen)


Eine Begebenheit aus dem vorigen Jahrhundert:

Der Bischof hatte sich im Dorf angemeldet, auch die Schule wollt er besuchen. Auf Hochglanz wurde sauber gemacht.Der Lehrer sagte, der Bischof sollte jedes Jahr kommen, damit auch in jedem Jahr so gründlich sauber gemacht werde. Als der Bischof kam, vermisste er Landkarten an der Wand des Klassenzimmers. Er erkundigte sich nach den Karten. Der Lehrer meinte, dass die an jedem Sonntag drüben im Wirtshaus tüchtig gemischt würden. Der Bischof lachte, sagte aber, dass drei Landkarten gekauft werden sollten: Eine von der Batschka, eine von Ungarn und eine von Europa. Da meldete sich einer aus dem Gemeinderat, ein sparsamer Schwabe: "Eine Karte von der Batschka versteh ich, da leben wir ja, eine Karte von Ungarn verstehe ich auch, das ist unser Vaterland, aber wozu brauchen wir eine Karte von Europa? Dorthin kommen unsere Kinder in ihrem ganzen Leben nicht!"

Dass hundert Jahre später seine Nachfahren bis nach Europa und darüber hinaus getrieben werden, konnte der biedere Mann nicht ahnen.



Desmol verzehlt der alde Richter, der Ernst Franzvetter, sei Josepp hots ufs Tonband ufgnumm. Die Mariannpäsl hot druff gsagt: "Uff die Dummheide kannsch dich noch erinnere, uf dess, was solsch, nimmer!"


Von einem Tscheber "Tuwakschwärzer"

Daheim hatten die Bauern im Winter es schön gehabt. Bot sich ihnen aber eine Gelegenheit, eine "Fuhr" zu machen, griffen sie gern danach. Der gerissene Ernst Niklos hat bei so einer winterlichen Fuhr gleich zwei Geschäfte getätigt. Die "Finanz" fuhr er nach Bulkes. Das war das erste Geschäft. Mit der Finanz nahm er gleichzeitig auch seinen "Tuwak" mit nach Bulkes, um den dort "schwarz" zu verkaufen. Den Tabak in Bulkes zu verkaufen, war keine Kunst, denn dort wurde kein Tabak angebaut. Aber wie diesen nach Bulkes befördern, wenn das strenge Auge des Gesetzes, die Finanz, selbst mitfährt? Nun, der schlaue Bauer legte seinen "Tuwak" fein geglättet auf den hinteren Sitz seines Fuhrwerkes und deckte ihn mit der "Rossdecke" ab. Das gab einen weichen, bequemen Sitz für die Herren; sie ahnten nicht, auf welcher "heißen Ware" sie saßen. In Bulkes angekommen, gingen die Hüter des Gesetzes ihren Pflichten nach und der Ernst seinem Geschäft.

Nach erledigter Arbeit rieb er sich die Hände und legte diesmal "Kukruzstängel" auf den Sitz. Als die Herren für die Heimfahrt wieder Platz genommen hatten, fauchte der eine, "was hoscht denn do fir en Sitz, als mir herzus gfahre sin, war der doch so weich!" Der Fuhrmann Ernst entgegenete kleinlaut: "Do ward Ihr halt uf meinem Tuwak gsesse und den haw ich jetzt in Bulkes verkaaft." Doch die Finanz glaubten ihm das nicht, denn sie meinten, er macht auch diesmal , wie schon so oft bei anderen Gelegenheiten, seinen Spaß mit ihnen.

Gewusst wie ...

Früher gab"s mal in Tscheb einen kräftigen, großen, jungen Schafhirten. Im Bewusstsein seiner Überlegenheit ließ er dem Ernst Niklos keine Ruhe und forderte ihn bei jeder passenden und unpasenden Gelegenheit zu einem Ringkampf auf. Ein Schwächling war der Ernst keiner, aber mit dem "Schoofhalter" (Schafhalter) wagt er es doch nicht; er lehnte immer ab. Doch einmal erkannt er seine Chance und er nahm sie wahr. Er merkte , der Schoofhalter hat bloß seine "razische Nationaltracht" an. Beim stilgerechten Anfassen, das hat der Ernst sich ausgehalten, riss er blitzschnell dem Schoofhalter sein "Gadjerpendl" ab. Der griff unwillkürlich nach der heruntergefallenen Unterhose. Diesen Augenblick nutzte der schlaue Ernst. Ein Ruck und der Schoofhalter lag auf dem Boden. Der junge Mann sprang auf: "Noch einmal"! Doch der Ernst beharrte wohlweislich darauf: "Einmal langt"!

Wenn"s nar niemand g"hert hot ...

Unser Tonivetter, der alte Kirchenvater - übrigens eine sehr schöne Bezeichnung für seinen Dienst - war a gut"r Mann. Wie alli Leit, hot a er sei Fehler g"hat. Er hot gern v"rzehlt. Manchmol is es a bissel länger gang. No is halt s"Mittagleide etwas später ausgfalle. A andermol hot"rs halt ganz vergess. Als jemand ihn daran erinnerte, meine er unschuldig: "Wenn"s nar niemand g"hert hot!"

Bei einem Weingartenhüter hot"s mol gegeistert

Wer andere nicht in Ruhe lässt, hats mal g"heiße, den lassen die anderen auch nicht in Ruhe! Zu denen hat auch unser Tonivetter gehört. Natürlich, das muass vorausgeschickt werden: Immer ohne böse Absicht! Unsere Leute haben Spaß vertragen. Also, im Herbst ging der Tonivetter nach dem Betzeitläuten jedesmal in seinen schönen Weingarten, der unmittelbar links an den Friedhof angrenzte, um die Trauben zu hüten. Das "Trauwehiede" war halt so a notgedrungener Brauch daheim. Die beiden Wittfrauen, die Scherer-Franz"n und die Karcher Leni, von der übrigens das Lebensprinzip stammte: "A Madl soll liewer nett "s Stricke kenne, als das es ned "s Tanze kann", wollten dem Tonivetter mal "s Fürchten beibringen. Und es ist ihnen auch geglückt! Sie haben weiße Betttücher umgehängt, dass sie wie Geister aussahen und haben den Tonivetter mit Geisterrufen: "Huh, huh, huh" im Friedhof erwartet. Zuerst glaubte der gute Tonivetter noch an einen Scherz. Als das markerschütternde Heulen aber nicht aufhören wollte und er sich noch darauf besann, dass es im stillen Friedhof ist, fuhr der Schreck ihm in die Glieder und er fing an, alle Heiligen anzurufen. Dann aber konnten die beiden "schlechten Weiber" es nicht mehr weiter verheben. Der Ausklang dürfte etwas gelockerter verlaufen sein. Der Tonivetter hat die armen Wittfrauen sicher mit a paar Trauben beschenkt, denn so war der Tonivetter auch wieder ned!

Undank ist der Welt Lohn

Nach dem 1. Weltkrieg kamen die Komitatsch"n in die Gemeinde. Überall hissten sie ihre Fahnen. So war auch eine auf dem Weg zur Dunjerski-Fabrik angebracht. Und alle, die vorbeikamen, mussten sich ducken, um vorbei zu kommen. An einem Wintertag ging auch der Ams Juri vorbei, duckte sich, aber doch zu wenig, denn es fiel ihm ein schöner Brocken Schnee ins Genick. Er bekam eine Wut und schwor sich: "Diese Fahne hängt nicht mehr lange da!" Er wartete nur die nächste Gelegenheit ab. Diese sah er noch am gleichen Tag kommen, als alle beim Mittagessen waren. Er ging hin, riss die Fahne herunter und schmiss sie in das nächste Grundstück. Doch a "Raaza-Weib" hat das Ganze beobachtet und den Juri gleich angezeigt. Die Komitatsch"n kamen, nahmen ihn mit "ufs Gemeindehaus" und verabreichten ihm ohne langes Tächtel-Mächtel "Fünfundzwanzig". Als sie so etwa bei Zehn angelangt waren, fing der Juri das Jammern und Schreien an. Der Postenführer Bluscht hat das gehört und kam ihm zu Hilfe: Er bat, man soll doch Nachsicht walten lassen. Die Komitatsch"n ließen daraufhin den Juri laufen, nahmen aber den Postenführer und verabreichten diesem den Rest. Als dann der Juri an der Fabrik ankam, machte er seine Grimassen. Man wusste nicht, will er weinen oder lachen."Was gabs?" fragten die Arbeitskollegen. Und er schadenfroh: "Ich hab Fuchzehne bekommen, awr die restlichen Zehn hat der Bluscht gekriegt!"


Aus dem 7. Tscheber Heimatbrief/Dezember 1978

Weshalb Tscheb ohne Eisenbahnstation geblieben ist
(
von Franz Nachbar, Maximiliansau)


Der nahezu 80jährige "Fahr Seppvetter" erzählte mir als wir im Jahre 1924 auf dem Bauernhof seines Sohnes Michael Fahr arbeiteten folgende Begebenheit:

Es dürfte zwischen den Jahren 1870-75 gewesen sein. Damals wurde die Eisenbahnstrecke Neusatz-Sombor ausgesteckt. Die Strecke sollte von Neusatz über Veternik-Futog-Begec-Glozan-Tscheb-Palanka führen. Doch der damalige Großgrundbesitzer Gedeon Dundjerski war dagegen. Er hatte damals folgende Gründe für sich:

Durch den Bau der neuen Bahnstrecke hätte er viel Ackerland verloren, auch hätte die genannte Streckenführung ihm so manches Ackerland durchquert. Also wieder Verlust. Im Gemeinderat Tscheb waren zur damaligen Zeit überwiegend oder gar ausschließlich Landwirte vertreten. Auch sie befürchteten das gleiche wie Dundjerski. So war es für den Großgrundbesitzer kein Kunststück, diese zu überzeugen, dass die geplante Streckenführung nichts als Nachteile bringe.

Ein weiterer Grund, weshalb der Magnat gegen die Streckenführung der neuen Eisenbahn war, ist der, dass Dundjerski in der ganzen Umgebung der alleinige Getreidegroßeinkäufer bis dahin war. Das von ihm aufgekaufte Getreide wurde an der Donau eingeschifft, manchmal bis zu hundert Waggon in einen Schlepper, und von da in alle Welt transportiert. Die Schrenkische-Wirtschaft hat diesem Unternehmen seine Existenz zu verdanken. Die Bauern der Umgebung aus Gajdobra, Bulkes, Petrovac, Glozan, Kulpin, Schowe, Silbasch und Palanka brachten mit dem Pferdefuhrwerk ihr Getreide nach Tscheb zu Dundjerski. Sobald diese ihr Getreide verladen und das Geld dafür erhalten hatten, machten sie Einkehr oder Mittagspause bei der Gaststätte Schrenk. Dundjerski befürchtete, sobald die Gemeinde eine Bahnstation erhält, werden hier auch kleinere Verkäufer auftreten und ihm durch waggonweise Lieferungen Konkurrenz machen.

Um die geplante Streckenführung der neuen Eisenbahn zu verhindern, soll der Grundbesitzer bis ins Verkehrsministerium nach Budapest gereist sein.
Da ihm hier kein Erfolg beschieden war, versuchte er es auf einem anderen Weg. Er ging zum Obergespann nach Sombor. Dieser war auch Großgrundbesitzer. Beiden gelang es dann, den Streckenplan dahin zu ändern, dass Tscheb ausgeklammert wurde. Die neue Strecke führte über Petrovac, Bulkes, Gajdobra. Tscheb aber wurde in die Ecke gestellt. Der Obergespann soll für sein Bemühen 4 Schweizer Zuchtkühe erhalten haben, die ihm direkt aus der Schweiz angeliefert wurden. Zwei von diesen bezahlte der Grundbesitzer, zwei die Gemeinde Tscheb.

Etwa 15 - 18 Jahre später baute Dundjerski die große Brauerei, die Spiritusbrennerei und die Dampfmühle. Nun erwies sich für den Grundbesitzer, welchen Schaden er durch die Verhinderung der geplanten Streckenführung eingehandelt hat. Jetzt musste er in großen Mengen das erzeugte Bier und Spiritus und anfangs auch das Mehl bis zur 12 - 14 km entfernten Bahnstation zur Verladung transportieren. Auch im Getreidehandel trat eine Veränderung ein. In den einzelnen Gemeinden, die über eine Bahnstation verfügten, traten Getreidehändler auf und lieferten waggonweise das Getreide an die Großhändler. Die Lagerhäuser aber im herschaftlichen Hof des Großgrundbesitzers standen nur noch für die eigene Ernte da und waren das Jahr hindurch nur zu halben Kapazität benutzt.

Für die Echtheit dieser Geschichte bürgt, dass der Vater des Fahr-Seppvetters zur damaligen Zeit Mitglied des Tscheber Gemeinderates war. Von ihm dürfte der Seppvetter es erfahren haben.

Aus dem 8. Tscheber Heimatbrief/Dezember 1979:


In Tscheb hots viel Sacha gewe, awr des a noch!"
(Von Stefan Ferger, Graz)


Die Matuscha ware a großi Musich-Banda, die hen allweil in zwa Wertsheiser gspielt. Unser Ferger-Michl-Vettr hot, wie unser Großvatter fortgezog war uff Erdewik, nochmol a Musich-Banda zammgstellt. Des war ganz bestimmt in de 30er Jahre, im Reiter seim Wertshaus, beim Gmeindihaus üwr dr Weg.

Der Reibl Andres-Vettr hot uff die Musikante vrgeß in seim Heimatbrief im 1976er Jahr. Do hen domols a paar Baurebuwe un a a paar bessri Buwe getanzt.
An dem Dag war grad Stellung un no sin die spiele kum, oweds, far die Rekrute. Die hän Märsch gspielt noch und noch. Freilich, die Musikante von dere Kapell hen nar vum Blatt gspielt, net auswendich. Na ja, unser Michl-Vettr, des war jo d"r Macher, net grad nar so dr Kapellmastr, der hot a misse allweil mitspiele, uffm Fliggelharn.

Uff amal hot mr gheert, dass etwas nett gstimmt hot. Ich bin newr dr Musikante uffgwachs, hab schon bissl was verstande. Bin zum Michl-Vettr hie und hab ihm sage welle, dass oner falsch gspielt hot. Der hot mich gar nett redde glost. "Brauchscht mr gar nix sage, ich hab schun ghert" - und frogt sei Bruder, dr. Niklos-Vettr: "Niklos, do hot was net gstimmt, war des uffm S-Klarinett, bei Dir?" Sagt dr Niklos-Vettr: "Ich hab vum Blatt gspielt, wie oft hab ich dr Radetzky-Marsch in meim Lewe schun gspielt, den kann ich auswendich".

"Aha", no frogt dr Michl-Vettr dr Busch-Franz. "Ja, Franz, war des no bei Dir net in Ardnung uffm B-Klarinett?" - "Ja, wieso?", sagt dr Busch-Franz-Vettr. "Ich hab nar vum Blatt gspielt ..." "Was manscht Du Michl?" Ich hab "Aldi Kamerade" gspielt ....


4.10.1944: Vorstoß - Russischer Angriffskeil auf die südöstliche Batschka
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