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Zahlen der Russland-Deportierten und der Deportationsopfer01.01.1945 - Okt. 1949 Bilanz der Russland-Verschleppten: Aus Tscheb wurden insgesamt 117 Menschen nach Russland deportiert. 19 Männer und 98 Frauen. An den Folgen der Zwangsarbeit sind unmittelbar in der Sowjetunion oder auf der Heimreise folgende Tscheber/Innen gestorben: Männer und Jungmänner: 1. Tiefenbach Karl, gestorben am 07.09.1945 in Karbanit/Russland 2. Schnapper Peter, gestorben in Russland 3. Stumpf Andreas, vermisst in Russland. Frauen und Mädchen: 1. Beck Maria, geb. Morsch, gestorben auf der Heimreise aus Russland 2. Moritz, Grieshaber Katharina geb. Erni, gestorben November 1945 in Russland 3. Nachbar Theresia geb. Gruber, gestorben am 26.11.1945 in Russland 4. Scherer Magdalena geb. Isl, gestorben auf der Heimreise aus Russland 5. Reis Anna geb. Wist, gestorben in Russland 6. Reiter Anna geb. Erni, gestorben in Russland 7. Tiefenbach Katharina, gestorben am 12.01.1947 in Russland 8. Zeinert Elisabetha geb. Schnapper, gestorben in Russland 9. Zeinert Magdalena geb. Baumstark, gestorben in Russland Das sins insgesamt zwölf Personen aus Tscheb, (Quelle: Buch v. Nikolaus Burger Tscheb - Schicksal einer dt. Gemeinde in Jugoslawien von 1801-1945) Aus der Batschka wurden insgesamt 5.620 Menschen deportiert (1.235 Männer und 4.385 Frauen). Aus dem Banat wurden insgesamt 6.760 Menschen deportiert (2.676 Männer und 4.084 Frauen). Zusammen 12.380 Deportierte. In Russland (oder auf den Transporten) Verstorbene: Die Gesamtzahl der in Russland Verstorbenen aus dem Banat und der Batschka beträgt 1.994 Menschen (1.106 Männer und 888 Frauen) - Hochrechnung bei + 3 % Dunkelziffer. Eine statistische Dokumentation des Deportationsgeschehens verdeckt in ihrer kühlen Sachlichkeit das Leid der Betroffenen. Die leiblichen und erst recht die seelischen Qualen der Opfer sind statistisch nicht erfassbar. In der Dokumentationsreihe LEIDENSWEG DER DEUTSCHEN IM KOMMUNISTISCHEN JUGOSLAWIEN in den Bänden I, II und III wurde in gebotener Kürze aus den Erlebnisberichten der Deportierten ein Gesamtbild skizziert. Es muss betont werden, dass die Zustände in den einzelnen Zwangsarbeitslagern selbstverständlich nicht überall gleich waren, aber für die meisten Lager ist die Beschreibung in der vorgenannten Rubrik 01.01.1945 - "Die Deportationen nach Russland in die damalige Sowjetunion - UdSSR" doch weitgehend zutreffend. An dieser Stelle sei auch besonders vermerkt, das unsere Landsleute bei Begegnungen mit der einheimischen Bevölkerung - auch mit zwangsverpflichteten Sowjetmenschen und den nach dem 9. Mai 1945 aus deutscher Kriegsgefangenschaft heimgekehrten Sowjetsoldaten - immer wieder auch Menschlichkeit erfahren durften, die sie in dankbarer Erinnerung behielten. Es gab nicht nur Dunkelheit, sondern auch ein wenig Licht. Den unmenschlichen Belastungen nicht gewachsen Einige der Deportierten konnten nach den jahrelangen Belastungen die erschütternden Nachrichten über ihre verlorenen Angehörigen und ihre geraubten Kinder nicht mehr verkraften, sie gaben sich auf und sind in den ersten Tagen, Wochen oder Monaten nach der Rückkehr aus der damaligen Sowjetunion gestorben. Quelle: "Gedenkschrift zum 60. Jahrestag der Deportation von Deutschen aus dem südöstlichen Mitteleuropa in die Sowjetunion" verfasst von Karl Weber, Fußgönheim. Herausgeber: Donauschwäbische Kulturstiftung, München, Schädlerweg 2. (Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Herrn K. Weber) zurück |
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